Danke für eure Solidarität!

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Die vergangenen Tage waren sehr bewegend für mich! Aufgrund meines Beitrags zu den Ausschreitungen in Frankfurt ist ein regelrechter Sturm über mich herein gebrochen. Meine zu provokativ gewählte Überschrift und die aus dem Zusammenhang gerissenen Textstellen haben viele dazu bewogen, mich auf’s Übelste zu beschimpfen. Einige haben nicht einmal vor Morddrohungen zurückgeschreckt! Mein (glücklicherweise) nicht vorhandenes Auto wollte jeder Zweite abgefackelt sehen. Dies belegt eindrucksvoll, dass alle diese Menschen meinen Text gar nicht gelesen haben können, denn ich habe sehr deutlich geschrieben: „Besonders problematisch wird es jedoch, wenn einzelne Banken beschmiert oder angegriffen werden oder auch “Luxus-“Autos beschädigt werden. Denn das ist ganz klar eine regressive Kapitalismuskritik.“ Damit wollte ich auch klar machen, dass Privateigentum Tabu sein muss. Aber, sei’s drum. Meinen Appell gegen das generelle Anzünden von PKW hat ja auch niemand gelesen oder verstanden ;-)

Die Niederlegung meines Mandates

Nach intensiven Überlegungen und teilweise anstrengenden Gesprächen mit meinen grünen Ratskolleg*innen, habe ich mich schließlich dazu entschlossen, mein Ratsmandat niederzulegen. Dies habe ich am 26. März dann auch getan. Mir ist ganz wichtig zu erklären, dass mich niemand dazu gezwungen hat! Es war meine eigene Entscheidung und hat viele – denke ich – auch überrascht. Der Hauptgrund für meinen letztendlichen Entschluss liegt darin, dass ich guten Gewissens meine Ideale nicht mehr mit der Arbeit in der grünen Ratsfraktion vereinbaren kann. Zu häufig schon hatte ich eine abweichende Meinung. Teilweise stimmte ich als einzige Person gegen den Rest der Fraktion oder äußerte zumindest deutlich meine andere Sicht. Dies wollte ich mir nicht mehr antun! Der Shitstorm, der über mich hinein gebrochen ist, hat mir nur zusätzlich gezeigt, wie weit unsere Einstellungen teilweise auseinander liegen, mehr nicht.

Große Solidarität

Im Anschluss an den Shitstorm ist ein regelrechter Candystorm entstanden. Viele haben sich mit mir solidarisch gezeigt. Besonders der Grünen Jugend und der Grünen Hochschulgruppe möchte ich dafür danken! Sie haben eine sehr liebe Solidaritätserklärung veröffentlicht. Hier ist sie noch einmal nachzulesen: http://ghg-bochum.de/?module=article&id=105

Aber auch andere haben sich hinter mich gestellt. Viele linke Freund*innen, ein Teil des grünen Kreisvorstandes hier in Bochum, aber auch viele Junggrüne, Grüne und Grün-Nahe aus dem ganzen Land, haben sich gemeldet und mir ihre Unterstützung zugesagt. Dafür möchte ich mich ganz herzlich noch einmal bedanken! Die vielen positiven Rückmeldungen haben mir echt gut getan :-)

Wie geht es nun weiter?

Die Solidaritätsbekundungen haben mir ganz klar gezeigt, dass ich weiterhin in der richtigen Partei bin! Die Grünen sind und bleiben mein Zuhause. Ich werde mich nun auf die Parteiarbeit konzentrieren. Im Kreisverband, meinem Ortsverband und in verschiedenen Arbeitsgemeinschaften hier in Bochum. Aber auch zu Parteitagen (Landes- und Bundesdelegiertenkonferenzen) werde ich wieder häufiger fahren. Ich möchte mich weiter einmischen und die Grünen versuchen weiter nach Links zu bewegen!

Eine bessere Welt ist nötig!

Aus meiner Sicht ist eine bessere Welt nicht nur möglich, sondern auch nötig! Dafür möchte ich weiter kämpfen: Für eine Welt, die gerechter, friedlicher, demokratischer und freier ist! Und ich hoffe, dass mich auf diesem Weg viele liebe Menschen weiterhin begleiten werden.

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